Arterielle Hypertonie – “Bluthochdruck”

Begriff

Arterien ist der Begriff für Blutgefäße, die von unserem Herzen WEG führen und somit in den meisten Fällen sauerstoffreiches Blut zu den Organen (innere Organe, Muskulatur, Gehirn,…) transportieren.

hyper: aus dem griechischen, bedeutet “über(mäßig)”

tonus: bedeutet so viel wie Spannung, Druck

Normale (physiologische) Blutdruckverhältnisse

Das Blut wird mit Druck aus dem Herzen in die Gefäße ausgeworfen, durch welche sie dann – natürlich immer noch unter Druck – fließen. Dieser Druck ist messbar. Ist er zu niedrig, kann nicht genug Blut durch den gesamten Körper gepumpt werden – dort würde dann der Sauerstoff und die Nährstoffe, die es bringt fehlen – ist er zu hoch, können durch den Druck die Wände der arteriellen Gefäße Schaden erleiden. Der Druck in einem Gefäß (auch in einem Gartenschlauch) hängt natürlich auch immer von der Menge der darin vorhandenen Flüssigkeit ab.

Aus diesen Gründen hat der menschliche Körper eine Vielzahl an Mechanismen zur Verfügung, um sowohl den Druck, der innerhalb der Gefäße herrscht, als auch die Menge an Flüssigkeit im Körper zu regulieren.

Bis zu den Werten von systolisch 140 (also wenn durch den Herzschlag das Blut im Blutgefäß sozusagen angeschoben wird) und diastolisch 90 (sozusagen der zwischen den Schlägen bleibende Blutdruck – auch in dieser Phase fließt das Blut ja weiter). Wenn einer der beiden Werten bei wiederholten Messungen erhöht ist, spricht man von arterieller Hypertonie.

Es gibt einige “harmlose” Gründe, warum der Blutdruck kurzfristig ansteigen kann, zb: durch Unruhe wegen der ärztlichen Untersuchung (“Weißkittelphänomen”), Rauchen, Sprechen, div. Drogen, Koffein, Kälte und natürlich auch Sport oder Stress kann bei nur vereinzelten, gelegentlichen Messungen der Eindruck entstehen, dass eine Hypertonie vorliegt. Häufigeres Messen oder im Zweifelsfall eine 24-Stunden Blutdruckmessung kann hier Klarheit schaffen.

Die Entstehung von Bluthochdruck

Wenn einzelne dieser Mechanismen aus den verschiedensten Gründen (die bei vielen Betroffenen nie im Detail herausgefunden werden können) nicht mehr funktionieren, kann der Blutdruck anfallsweise oder auch dauerhaft ansteigen. Das schädigt wie schon erwähnt die Gefäßwände, die auch kleine Verletzungen davon tragen können. Das Blut gerinnt bei diesen Verletzungen (wie auch bei Wunden an der Körperoberfläche) und so können Blutgerinnsel, sog. Thromben entstehen. Auch Blutfette und andere Partikel können so leichter an den Gefäßwänden anhaften. So verengt sich der Durchmesser der Gefäße an den betreffenden Stellen, der Druck steigt weiter.

Therapie

Es gibt eine Vielzahl an Maßnahmen, die ergriffen werden können, wieder kann die einfachsten und kostensparendsten der Trainer gewährleisten:

  • Gewichtsreduktion bei Personen mit einem BMI über 25
  • Regelmäßige, moderate Bewegung im Ausdauerbereich mit KONTROLLIERTER ATMUNG
  • Manchmal hilft Salzreduktion (komplett streichen müssen es die wenigsten)
  • Alkoholkonsum reduzieren
  • Ernährungsumstellung (v.a. mehr Obst und Gemüse)
  • Als Risikoverminderung (Herzinfarkt, Schlaganfall) soll umgehend das Rauchen aufgegeben werden

Natürlich gibt es auch jede Menge Medikamente, die den Blutdruck senken können. Wie alle Medikamente, die eine Wirkung haben, haben auch blutdrucksenkende Medikamente Nebenwirkungen. Darum sollte natürlich zuerst versucht werden, mit nicht-medikamentösen Maßnahmen den Blutdruck zu senken.

Für die/den TrainerIn ist bei Bluthochdruck-Klienten zu beachten, dass kein reines Krafttraining betrieben werden soll (keine schweren Gewichte!) und möglichst wenige statische Übungen. Bei allen Übungen sollte die korrekte Atmung eingeübt werden, um sowohl Luftanhalten, als auch Pressatmung zu verhindern.

 

BLUTHOCHDRUCK IST EIN KILLER!!! Er ist NICHT harmlos, kann NICHT warten und geht im Regelfall NICHT von alleine wieder vorbei! Bluthochdruck MUSS ERNST GENOMMEN, UNTERSUCHT und BEHANDELT WERDEN!!!

 

 

 

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